In unserem Schwedenurlaub haben Martin und ich uns einige neue Gewässer vorgenommen. Wir haben innerhalb von 9 Tagen drei für uns neue Seen beangelt. EIner dieser Seen ist der Orlangen in der Nähe von Stockholm. Wir haben diesem See einen zweiten Versuch gegönnt, da unser erster Kurzbesuch durch Dauerregen und relativ kräftigen Wind nur bedingt Spaß gemacht hat. Da wir uns an dem See für schwedische Verhältnisse ein sehr günstiges Ruderboot mieten konnten  (3€/h), haben wir uns einen ganzen Tag Zeit genommen, einen Teil des Sees abzurudern.Â
Der Tag verlief recht durchwachsen. Nachdem wir bei unserem ersten Kurzbesuch bereits mehrere Barsche bis 35cm verhaften konnten, gab es jetzt nach dem Wetterumschwung keine Spur von den Kirschen. Von den Zandern, für die der See bekannt sein soll, ebenfalls keine Spur.Â
An einem der Enden des Sees und mittlerweile um gut 19:30 Uhr setzten wir zu unserem letzten Spot um. Nach kurzer Zeit gab es die ersten Barschbisse. Martin hatte viel Spaß mit kleinen Barschen, die sich für seine Topwater-Lures begeistern konnten.Â
Ich hab weiterhin mit meinem Texag-Rig geangelt und war noch darauf aus, einen der vernünftigen Barsche zu finden. Es gab in einem Krautfeld dann mehrfach Fischkontakt. Leider wieder nur die Barschvorschule. Nach zwei oder drei Barschen in Folge gab es aufeinmal einen krassen Biss.... Nein... Hänger...
Da Martin sich an dieser Stelle bereits vor mir einen Abgerissen hat, war ich der festen Meinung, dass ich mich an den Resten der alten Brücke festgenagelt hab. Nach einigen Sekunden wunderte ich mich jedoch über die plötzliche Entscheidung des Hängers die Rutenspitze selbständig zu bewegen. Jetzt stellte ich fest: Doch ein dicker Biss und ein dicker Fisch am andern Ende. Es folgten zehn Minuten voll Adrenalin und quietschenden Bremsen. Meine kleine Twinpower war für dieses Kaliber einfach nicht konzipiert. Die Days hat sich zwar bis ins Handteil gebogen und federte die Kopfschläge und fluchten meines Gegenübers nur noch sporadisch ab, jedoch konnte ich dem Kroko immer wieder einige Zentimeter durch zielstrebiges Hochpumpen abnehmen. Danke an Martin für das gezielte ins Boot wuchten des schmal geratenen Hechts.

Das Maßband zeigte 95cm wobei der Hecht durch seine Magersucht ein wenig kleiner wirkt. Meine persönliche Bestmarke!! Dieser Fisch hat mir den vorher sehr zähen Angeltag gerettet und mich daran erinnert warum wir uns auch stundenlang damit zufriedengeben Gummi, Blei und Hartplastik ins Wasser zu pfeffern!Â
In der langsam beginnenden Dämmerung konnten wir auch noch einige Zander bis 50cm landen. Die meisten waren jedoch aus der Kinderstube :)
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Viele Grüße von den Hauptstadtanglern!
Kommentare
Christian Biereth
2. Oktober 2011 - 11:12
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Schöner Klopper
Das war sicher ein heißes Tänzchen an der leichten Rute.Glückwunsch!
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